WordPress Plugin: BackWPup – Das Backup-Komplettpaket

Es gibt eine Vielzahl an Backuplösungen für WordPress. Die meisten Plugins in diesem Bereich haben sich z. B. auf die Sicherung der Datenbank von WordPress spezialisiert. Leider fehlt dann aber die Möglichkeit, gleichzeitig die WordPress-Dateien zu sichern und so diese in den gleichen Ordner zu schieben. Es gibt jedoch Abhilfe und diese hört auf den Namen „BackWPup“.

Was ist BackWPup?

BackWPup ist eine kostenlose Komplettlösung für Backups von WordPress. Das Plugin kann einfach gesagt ein komplettes Backup eures WordPresssystems anlegen. Es lassen sich aber auch gleichzeitig eine Datenbankprüfung und gegebenenfalls eine Reparatur der Datenbank durchführen. Die erstellten Sicherungen lassen sich auf dem eigenen Server plazieren oder per E-Mail verschicken. Ihr könnt aber auch die Sicherungen in einen der vielen Clouddienste (Dropbox, S3 services, Microsoft Azure (Blob), RackSpaceCloud und/oder SugarSync) hochladen.

Bei der Erstellung von Aufträgen für Backups lassen sich außerdem noch eine Vielzahl an Einstellungen treffen, um den reibungslosen Ablauf des Auftrags zu gewährleisten.

BackWPup bietet aber auch eine kostenpflichtige Version an, die über die Seite MarketPress erworben werden kann. Die Preise beginnen mit 60 €. Eine Auflistung der Pro-Features findet ihr auf MarketPress. Die kostenpflichtige Version von BackWPup ist aber nicht für jeden notwendig. Als gute Möglichkeit einen Testlauf mit BackWPup zu starten, ist daher die kostenlose Version.

Installation & Einrichtung

Die Installation von BackWPup läuft in 99% der Fälle wie bei jedem anderen Plugin ab. Eine genaue Erklärung zur Installation von Plugins findet ihr hier. Nach der erfolgreichen Installation werdet ihr automatisch auf die „Willkommensseite“ von BackWPup weitergeleitet. Dort findet ihr auch nochmal die wichtigsten Funktionen und eine Auflistung der Pro-Features.

Wordpress Plugin: BackWPup - Willkommen

BackWPup ist von Beginn an für die meisten Server optimal konfiguriert. Sollten trotzdem Änderungen nötig werden,erkläre ich euch,  was ihr dort einstellen könnt und welche Auswirkungen das haben kann.

  • Allgemein: Ein -/Ausblenden des BackWPup-Links in der Adminbar, Sicherheitseinstellung um Verzeichnisse von Protokollen und Temp-Dateien zu schützen
  • Aufträge: Einstellung zu den Wiederholungen von Aufträgen bei Misserfolg, Archivierungsmethode, Übersetzung der Logs, Einstellung der Serverauslastung
  • Protokolle: freiwählbarer Ort für Protokolldateien, Anzahl der Protokolle bis die letzten Protokolle automatisch gelöscht werden, Komprimierung der Protokolle
  • Netzwerk: Bei einem durch die .htaccess geschütztem WordPress-Rootverzeichnis sind hier die Zugangsdaten einzugeben
  • API-Schlüssel: Auflistung der eingegebenen API-Schlüssel für den Export zu verschieden Clouddiensten
  • Informationen: Liste aller Information zu WordPress, Server und BackWPup

Um bestimmte Optionen genauer zu erklären, findet ihr in den Einstellungen hinter den meisten Optionsmöglichkeiten ein kleines Fragezeichen vor schwarzem Grund. Fahrt ihr mit eurer Maus über dieses Fragezeichen,  werden euch detaillierte Erklärungen angezeigt. Die genannten Fragezeichen sind auch nicht nur in den Einstellungen von BackWPup zu finden, sondern auch in den Aufträgen und Protokollen.

Aufträge/Sicherungen erstellen

Wordpress Plugin: BackWPup - AuftragerstellungDie Hauptfunktion von BackWPup sind die Aufträge bzw. Sicherungen. Wie eingangs gesagt,bieten diese unglaublich viele Einstellungsmöglichkeiten und diese sollten auch gut überlegt werden.

Um einen neuen Auftrag zu erstellen,  müsst ihr im Backend von WordPress in der Menüleiste auf BackWPup und anschließend auf „Neuer Auftrag“ klicken. Als erstes benennt ihr euren Auftrag. Dieser sollte einen eindeutigen Namen besitzen, z. B. „Täglichen Backup“, „Wöchentliches Backup, und so weiter …

Im nächsten Schritt könnt ihr auswählen,welche Dinge ihr von WordPress sichern wollt. Ihr könnt die Datenbank, die Dateien, den WordPress XML-Export und eine Liste der installierten Plugins wählen. Euch ist aber freigestellt, welche Dateien oder welche Teile der WordPressdatenbank gesichert werden soll. Wenn ihr es wünscht,  könnt ihr von BackWPup auch die Datenbanken auf Fehler überprüfen und diese ggf. optimieren. Alle diese Optionen lassen sich in den Auftragsdetails mit einem Häkchen vor der entsprechenden Option an –oder abwählen.

Als nächstes müsst ihr einen Namen für euren Auftrag vergeben.  Ihr könnt in dem Dateinamen auch das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit hinterlassen. Die Variablen dafür sind unter dem Fragezeichen rechts daneben zu finden. Ein Beispiel für Dateinamen ist diese Anordnung von Variablen: Stündliches Backup %H%i – %d.%n.%Y. Eine Vorschau der Dateinamen findet ihr direkt unter Zeile. Außerdem müsst ihr euch für ein Archivformat entscheiden. Erläuterungen zu den Vor –und Nachteilen findet ihr unter dem Fragezeichen.

Nun ist der Zielort für die erstellten Sicherungen anzugeben. Auf die Speichermöglichkeiten bin ich schon unter den Funktionen eingegangen. Hier könnt ihr aber natürlich auch mehrere Speichermöglichkeiten auswählen. Details zu einem genaueren Speicherort, z. B. auf Dropbox, müsst ihr später treffen. Zum Schluss könnt ihr noch eine E-Mail-Adresse angeben, an die die Protokolle der Aufträge geschickt werden sollen.

In dem nächsten Reiter „Planen“ könnt ihr den Zeitpunkt für die Erstellung bestimmen und wie dies geschehen soll. Aufträge können grundsätzlich mit drei Möglichkeiten gestartet werden. „Manuell“, „WP-Cronjob“ und mit dem Aufrufen eines Links. Ihr könnt Aufträge automatisch nur starten, wenn ihr den WP-Cronjob anwählt. Nun könnt ihr eine Zeit angeben, an dem der Auftrag gestartet werden soll. Im erweiterten Modus könnt ihr zudem mehrere Sicherungen an einem Tag erstellen, ohne einen neuen Auftrag zu erstellen. Zum Beispiel jede Stunde eine Sicherung anlegen.

Im Folgenden geht es nun um die ausgewählten Auftragdetails und die Speicherorte,  die ihr ausgewählt habt. Diese unterscheiden sich nicht sonderlich oft. Wie bei Dropbox könnt ihr euch z. B. authentifizieren und anschließend einen Speicherort bei Dropbox auswählen. Eine umfangreiche Anleitung benötigt ihr für diese Eingaben nicht.

Ihr könnt aber natürlich auch die Datenbank sichern. Dazu klickt ihr auf den Reiter „Datenbank-Backup“ und wählt die Tabellen aus, die gesichert werden sollen. Die dabei entstehende Datei könnt ihr noch umbenennen und wahlweise komprimieren (GZip, BZip2). Wollt ihr auch Dateien sichern könnt ihr diese unter dem Reiter „Dateien“ auswählen oder gegebenenfalls von der Sicherung ausschließen. Außerdem findet ihr hier auch eine Option um die Dateien wp-config.php, robots.txt, .htaccess, .htpasswd und das favicon.ico aus dem Rootverzeichnis von WordPress zu sichern.

Sind alle Einstellungen getroffen könnt ihr auf „Änderungen speichern“ klicken und eurer Auftrag wird entweder nach dem Zeitplan oder durch den Link gesichert.

Protokolle

BackWPup legt bei jedem Anlegen einer Sicherung ein Protokoll an. Unabhängig davon, ob die Sicherung erfolgreich war oder nicht. Die Protokolle sind über das BackWPup Menü im WordPress-Backend zu erreichen. Die Protokolle enthalten die Logs der Sicherungen. In den Logs sind Angaben zu den durchgeführten Aktionen und zur Dauer zu finden. Fehler werden rot dargestellt und Warnungen bzw. Hinweise gelb. Diese lassen sich automatisch übersetzen, dazu ist ein Häkchen in den Einstellungen zu setzen.

Ihr seht jetzt einen Ausschnitt von einer Protokolldatei von mir:

Wordpress Plugin: BackWPup Log-Datei[youtube]PAO5DJpSYYk[/youtube]

Fazit

Kommen wir nun zu meiner abschließenden Meinung über BackWPup. Als ich BackWPup vor etwas mehr als einem Jahr entdeckte, war ich von Anfang an begeistert und freute mich täglich,wie problemlos das Plugin lief. Mittlerweile hat mich das Plugin nach 2 WordPressabstürzen gerettet, aber auch bei fehlerhaften Installationen von Plugins konnte ich immer WordPress dank meiner Komplettsicherung wiederherstellen. Ich habe aber nie in dieser Zeit eine Funktion vermisst, deshalb bin ich noch nicht auf die Pro-Version umgestiegen. Sollte ich allerdings in der Zukunft Funktionen aus der Pro-Version benötigen,  werde ich den Kauf näher in Auge fassen.

Meiner Meinung nach ist ein Backupplugin immer ein Muss und sollte auch auf dem noch so kleinen WordPress-Blog nicht fehlen. Ob das nun BackWPup ist oder nicht,  ist dabei meist nicht wichtig. Wer aber Wert auf ein gut programmiertes und flüssig laufendes Plugin legt,  kommt um BackWPup nicht herum. Dazu kommt nochmal der unglaublich große Funktionsumfang,  der auch schon in der kostenlosen Variante zur Verfügung steht.

Leif Magnus

Hallo, ich bin (Leif) Magnus, der Author dieses Blogs. Ich mag am Liebsten das Internet, Reisen und Tennis. Außerdem findest du mich auf Twitter, Facebook und Google+.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.