WinDirStat: Große Dateien unter Windows finden

Große Dateien sammeln sich im Laufe der Jahre auf jedem Computer an, ob er nun von OS X oder Windows betrieben wird, ist dabei unerheblich. Nach einiger Zeit will man die eigene Festplatte von großen unnötigen Dateien befreien, aber wie sollen diese gefunden werden? Am einfachsten geht das mit WinDirStat.

Als erstes möchte ich erklären, warum ich mich für WinDirStat entschieden habe, schließlich gibt es ja eine Vielzahl an vergleichbaren Tools mit dem selben Ziel. WinDirStat stellt im Vergleich zu allen anderen die Ergebnisse grafisch dar. Das bedeutet, dass wir uns als Benutzer nicht durch ewig lange Listen klicken müssen, um große Dateien zu finden. Für die Oldschooler gibt es natürlich auch eine Listenansicht und manchmal ist diese hilfreich, aber etwas für beide Situationen zu haben ist klasse.

Der Start

Bei jedem Start des Tools lässt sich der Suchradius einschränken.

Bei jedem Start des Tools lässt sich der Suchradius einschränken.

Nach der Installation von WinDirStat müssen wir zuerst die Laufwerke auswählen, die durchsucht werden sollen. Wahlweise kann hier auch ein spezielles Verzeichnis angesprochen werden. Mit einem Klick auf OK geht es weiter. Euer PC wird nun durchsucht. Das ein Laufwerk oder Verzeichnis durchsucht wird, zeigt der kleine PacMan an, der von Links nach Rechts und wieder zurück läuft. (Nette Animation)

Erkennen und gezielt löschen

Ist das Durchsuchen abgeschlossen, bekommt ihr drei Bereiche in WinDirStat ausgegeben. Als erstes eine Liste,wie sie auch viele andere Tools bieten. Rechts daneben eine Auflistung nach Dateityp, damit lässt sich erkennen, welche Dateitypen am Meisten Speicherplatz fressen. Unten ist die von mir in den Himmel gelobte grafische Übersicht.

In den beiden oberen Listen lassen sich die Ordner und Dateien nach Name, Größe, letzte Änderung, usw. sortieren. In der grafischen Übersicht kommen auch verschiedene Farben zum Einsatz. Diese orientieren sich an der Auflistung nach Dateitypen. Analysiert ihr zum Beispiel eure Systempartition, werdet ihr viel blau, grün und rot sehen. Welche Dateitypen das sind, entnehmt ihr bitte eurer persönlichen Auflistung.

So sieht es nach einer erfolgreichen Analyse aus.

Nachdem ihr euch mit dem Aufbau des Tools auseinander gesetzt habt, geht es nun an das gezielte Löschen. Dabei sind allerdings einige Grundregeln zu beachten:

  • Solltet ihr nicht den Hintergrund zu bestimmten Systemdateien kennen, informiert euch vorher über diesen. Eine leichtfertige Löschung kann ernsthafte Folgen für eurer System haben.
  • Programmordner nicht einfach löschen, sondern vorher über die Systemsteuerung deinstallieren und dann bei Bedarf von Hand zurückgebliebene Ordner oder Dateien löschen

Das Löschen funktioniert ähnlich wie im Windows-Explorer ohne große Umwege mit der Taste Entf oder einem Klick auf den Papierkorb. Eine Markierung der entsprechenden Datei oder Ordners vorausgesetzt.

Fazit

So schnell geht es auch schon große Dateien zu finden und diese fachgerecht mit dem Papierkorb zu entsorgen. Das alles noch ansprechend visualisiert, um ein Gefühl für die Größe der Dateien zu schaffen. Ich würde das Tool trotzdem auch anderen empfehlen, da es viele Informationen bietet ohne überladen zu wirken (auch ohne die Baumansicht 😉 ).

Thumbnail Credits: Logo design by Robin “tuqueque” Marín (CC BY 3.0)

Leif Magnus

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